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Methodisches Vorgehen

Im ersten Schritt werden auf Basis eines entwickelten Leitfadens mit ausgewiesenen Expert_innen Interviews zu erfolgsrelevanten Verhaltenserwartungen von Projekt- und
Veranstaltungsmanager_innen ermittelt. Für die Entwicklung eines Kompetenzmodells erfolgen anschließend die Clusterung der Verhaltensweisen und die Operationalisierung der Komponenten.

Im zweiten Schritt werden zusammen mit qualifizierten Künstler_innen theater- und tanzbasierte Trainingsmodule entwickelt und umgesetzt, die geeignet sind, den ermittelten Kompetenzlücken zu begegnen.

Im dritten Schritt, der die Umsetzung der Trainings begleitet und ggf. zu einer Revision der Module führt, wird mit einem Experimental-Kontrollgruppen-Design die Wirkung der Weiterbildung auf die individuellen Kompetenzen der Proband_innen ermittelt. In diesem Schritt werden Kontrollgruppen eingesetzt, die ohne künstlerische Komponenten trainiert werden.

Antony Gormley, FEELING MATERIAL XIV, 2005; 4 mm square section mild steel bar 225 x 218 x 170 cm (unextended size); Photograph by Stephen White, London © Antony Gormley
Abbildungsnachweis: Antony Gormley, FEELING MATERIAL XIV, 2005; 4 mm square section mild steel bar 225 x 218 x 170 cm (unextended size); Photograph by Stephen White, London © The Artist

Soft Skills und deren Vermittlung

Seit 2019 gilt die neue Veranstaltungstechnikmeister-Fortbildungsprüfungsverordnung (VTMF-PrV). In der aktuellen Fassung werden jetzt zusätzlich zu dem bislang geforderten Fachwissen auch vermehrt Soft Skills abgefragt, zum Beispiel Kommunikationsfähigkeit oder die Fähigkeit, Arbeiten koordinieren zu können. Allerdings sind solche Fähigkeiten schwer mit Lehrbuch und Powerpoint Präsentationen zu vermitteln. Bildungsinstitute sehen sich daher nun im besonderen Maße vor die Herausforderung gestellt, wie soziale Kompetenzen möglichst wirksam vermittelt werden können.

Auch vor diesem Hintergrund entwickelt das Forschungsprojekt AL-PRO der Beuth Hochschule für Technik  Berlin und der HTW Berlin,  gefördert vom Institut für angewandte Forschung Berlin (IFAF), ein Kompetenzmodell für Führungskräfte in der Veranstaltungsbranche und ein Vermittlungskonzept.