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Forschungsgegenstand

Kompetenzanforderungen für das Projektmanagement von Veranstaltungen werden in einer großen Anzahl unterschiedlicher Quellen beschrieben, doch fehlen verlässliche Studien über die relevanten personalen und sozialen Kompetenzen im Projektmanagement. Denn die in der Literatur formulierten Kompetenzanforderungen beruhen nicht auf einer einheitlichen Liste von Kompetenzen. Ganz im Gegenteil variieren auch bei den aktuellen Studien das Verständnis von Kompetenzen und die Definition relevanter personaler und sozialer Kompetenzen stark. Aussagen zum Training geforderter Kompetenzen werden in den Studien nicht getroffen.

Wenn die Kompetenzanforderungen überhaupt empirisch belegt werden, beruhen sie in der Regel auf Expertenbefragungen oder Selbstevaluation von Projektleiter_innen mittels Online-Befragungen. Die Definition von Kompetenzanforderungen für das Projektmanagement von Veranstaltungen erfolgt zumeist ohne empirische Grundlage aus der Analyse der Aufgaben, Verantwortungsbereiche und Befugnisse. Die wenigen Studien, die dazu vorliegen, bleiben qualitativ.

Ebenso wird kunstbasiertem Training positive Effekte auf Kompetenzen wie Wahrnehmungsvermögen und Kreativität zugeschrieben. Sie sollen positiv auf Sozialkompetenzen wie Kommunikations-, Kooperationsfähigkeit und die interkulturelle Kompetenz wirken. Doch die empirische Fundierung dieser Hypothesen  ist  unbefriedigend. Nur wenige Untersuchungen nehmen gezielt personale und/oder soziale Kompetenzen in den Blick und schlüsseln diese auf. Die vorliegenden Studien sind überwiegend qualitativ angelegt. Fast alle sind auf einmalige und/oder zeitlich begrenzte Lernarrangements beschränkt. Die aussagekräftigsten Analysen beziehen sich auf Arts-based Learning von Kindern, Jugendlichen oder Studierenden. Die wenigen Analysen, die den Kompetenzerwerb im Rahmen von Weiterbildung in den Blick nehmen, betreffen das weit gefasste Feld Management bzw. Führung. Die Anwendung von Arts-based Learning im Projektmanagement im Allgemeinen wie im Projektmanagement von Veranstaltungen im Besonderen sind bislang nicht untersucht.

Antony Gormley, FEELING MATERIAL XIV, 2005; 4 mm square section mild steel bar 225 x 218 x 170 cm (unextended size); Photograph by Stephen White, London © Antony Gormley
Abbildungsnachweis: Antony Gormley, FEELING MATERIAL XIV, 2005; 4 mm square section mild steel bar 225 x 218 x 170 cm (unextended size); Photograph by Stephen White, London © Antony Gormley

Neue Trainingsformate

Die beiden wichtigsten Bildungsträger in der Veranstaltungsbranche kooperieren gemeinsam mit dem Forschungsprojekt AL-Pro


Im Rahmen des Forschungsprojektes AL-Pro entwickeln die Künstler_innen Dr. Claudia Borowy und Martin Stiefermann gemeinsam mit der Event-Akademie (EurAka) aus Baden-Baden und der Deutschen Event Akademie (DEAplus) aus Hannover Trainingsformate für die Weiterbildung von Meister_innen der Veranstaltungstechnik. Damit stimmen die beiden wichtigsten Bildungsträger in der Veranstaltungsbranche nicht nur erstmalig ihre Lehrpläne intensiv miteinander ab, es wird auch erstmalig quantitativ wissenschaftlich untersucht, inwieweit kunstbasierte Trainingsmethoden nachhaltig bei der Vermittlung von Soft Skills bei Führungskräften im Projektmanagement von Veranstaltungen wirksam sind.

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